Donnerstag, August 03, 2017

Ich170

Gestern Caspar Brötzmann und Thursten Moore gemeinsam performen sehen. Abseits von dem, was man so Lied nennt. Jede Struktur konfrontiert mit Walzen. Zwei Gitarren wollen Deine ungeteilte Aufmerksamkeit. Scheinbar passt nichts und Moore spielt Sonic Youth Krach, der ja immer filigran ist. Das Gehirn ist aktiv, die Ohren wollen, dass es vorbei geht, das Herz verliert den Rhythmus. Als es zu Ende ist, ist einem eine einzigartige Improvisation passiert. Das gute Gefühl, dass es vorbei ist liegt an dem, was passiert ist. Im Berghain so ein gut definierter Sound. 47 Minuten Krachästhetik.

Danach Elephant 9 aus Norwegen gesehen. Bass, Schlagzeug und eine Orgel, die durch ein paar Effekte gejagt wurde und dann wahlweise wie etwas aus dem Weltraum oder ein gurgelnder Dinosaurier klang. Fantastisch.

Mit dem Fahrrad nach Hause. Dort kein Wort mehr. Ein bisschen Demut. Das ist alles. Was. Bleibt.

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