Dienstag, Juni 27, 2017

Ich133

Wir labern so rum. Alle labern so rum. Labertaschen, die sich leeren. Das große Blabla der ultimativen Eindrücke. So sitzen wir in den Cafés und Bars und verlieren ein Zuhause an das vage verbale Vagabundieren.

Der Besuch von, der Aufenthalt bei, der Auftritt des, die Show eines, die Intensität unserer Leben zu maximieren versucht, bleiben wir doch die, die wir sind. Müde Augen schauen Tristesse. Der Rest ist Fassade, aufgemalt und klingt nach Autoren, die wie Friseursalons heißen oder Bands, die Dir Dein Leben direkt aus der Gitarre und dem Bart murmeln oder Zeichner, die Zeug zeichnen ohne Zeug zu berühren oder Aktivisten, die jetzt in die Armeearme einer Staatsmacht rennen werden, weil dieser genau das erwartet.

Macht mal was anders.
Sprengt Erwartungen.
Liebt wen, obwohl Ihr Euch das nicht traut.
Steckt Euch Finger in die Augen, wenn Ihr der optischen Eindrücke der Welt müde seit.
Antwortet mal wahrheitsgemäß auf die Frage, wie es Euch geht.
Lügt alle an.
Schreibt mir.
Macht das bloß nicht.
Tut nie, was ich tun würde.
Eskaliert aus guten Gründen.

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