Donnerstag, Juni 08, 2017

Ich113

Ich hatte mir immer vorgenommen, wenn ich ein Buch schreibe, dass das nächste Buch mindestens doppelt so gut sein soll. Einziger Bewertungsfaktor ist meine eigene Begeisterung für den eigenen Text. Mir ist das zweimal in meiner Laufbahn nicht gelungen, aber ich rede nicht über meine missratenen Kinder, ich lasse sie laufen und ihre Ausbildungen machen und in Euren Regalen glücklich werden.

Diesen Sommer veröffentliche ich zwei Bücher. Die ich beide liebe. Also mit so einer Tiefe, dass ich will, dass Ihr sie alle kauft. Die Welt wird dadurch ein bisschen passender.

Eins ist die JUBILÄUMSAUSGABE von ICH HAB DIE UNSCHULD KOTZEN SEHEN, in dem ich die Teile 1 bis 3 zusammengefasst habe. Alle 3 Bücher und zusätzlich ein paar Kommentare zu jedem Buch und sogar zu jedem einzelnen Text. Das erklärt nicht meine Kunst, aber gerade bei den alten Werken, zu denen ich mittlerweile eine erhebliche emotionale Distanz aufgebaut habe, kommentiert es doch recht trefflich. Ein Buch wie ein melancholischer Tanz mit wem, den man mal geliebt hat, der sich aber nicht weiterentwickelt hat und jetzt einfach immer wieder behauptet der Geilste zu sein, ohne wirklich das Gefühl zu haben, es zu sein. Zu jedem Text ein paar Worte, auch, vielleicht sogar gerade selbstkritisch. Mythos abbauen. Fertig.

Das andere ist ICH HAB DIE UNSCHULD KOTZEN SEHEN TEIL 4. Kompakt, zerbrechlich, brutal und noch ein paar andere Adjektive. Schnell geschrieben, kurz, voller Liebe. Das Klavier muss in den fünften Stock, enges Treppenhaus, zu Fuß. Schmerz.

Könnt Ihr was für mich tun? Bitte? Ja? Hier ist alles DIY, keine Werbebudgets usw. Wenn Ihr nicht wollt, dass nur Euch diese Bücher berühren, (wenn überhaupt noch irgendwas, irgendwen berührt) dann folgendes.

1. überall weiterempfehlen (Instagram, Twitter, Facebook, Arbeitsplatz ...)
2. schreibt Rezensionen (überall, sogar bei Amazon)
3. ne, irgendwie kein drittens, Ihr seid frei, macht was Ihr wollt, aber bitte, geht nicht dauernd zum Poetry Slam und behauptet, Euch sei Literatur passiert, legt Euch ein paar Stunden in vertraute Ecken, ganz ohne Event und lest Euch das Hirn bunt. Konsumiert es nicht einfach so weg, sondern bleibt liegen und lasst Euch Zeit. Kommt wegen Büchern zu spät zur Arbeit. Oder gar nicht.

Ich danke Euch sehr für Euren Beistand.

yours Lieblingsautor,

Dirk Bernemann, Juni 2017


Keine Kommentare: