Samstag, Juni 24, 2017

Ich130

Alles, wirklich alles, hat bekanntlich zwei Seiten, auch die Empathie. Es kann einfach sein, dass die Distanz weggeht, es kann aber auch sein, dass sie ewig so bleibt, wie sie jetzt gerade da ist und irgendjemand einfach demnächst seine Bettwäsche wechselt, die nach dir riecht. Das sollte mir egal sein, ist es aber nicht.

Alles, wirklich alles, sollte mir manchmal egal sein. Ich habe da dieses halbfertige Buch, das mich täglich auslacht, aber auch umso krasser bittet, es endlich fertig zu schreiben, um die nächste Idee zu verfolgen. Das kann mir nie egal sein. Ein paar gute Sätze tummeln sich mit ein paar halbguten und ich bin jeden Tag zu müde, um mich dem zu stellen, was da gemacht werden will. 

Alles, wirklich alles, besteht nur aus meiner beschissenen Wahrnehmung. Die Wahrheit ist nie die Wahrheit der anderen. Logik kommt mir zuweilen vor wie eine große Lüge, die ich anschreien möchte. Ich will jemanden besoffen umarmen, auch das ist eine Wahrheit, aber es ist 9:20 Uhr und ich liege im Bett, bin nüchtern und habe lange nicht mehr getanzt. 

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