Mittwoch, Mai 24, 2017

Ich98

Mai 2017, kurz vor dem neuen Buch. Der Versuch, alles richtig zu machen, macht mich gerade unruhig. Wenn du in mich reinguckst, habe ich Angst vor dem, was du siehst. Wenn niemand über das Buch redet, werde ich dann noch eins machen über das niemand redet, oder es einfach lassen?

Mir ist mal, vor Jahren in einer Erdgeschoßwohnung, Stuhlgang durch die Decke geregnet. Oben wohnte ein Junkiepaar, das ein paar Wochen in ihrer Dusche lebte und dort alles machte was Menschen halt so machen, unter anderem scheißen und dauerduschen. Es kam zu einer braungefärbten Überschwemmung, die schließlich durch meine Decke drang und rinnsalig in mein Wohnzimmer tröpfelte.

Warum ich das erzähle? Kann man diese beiden Zustände metaphorisch in Einklang bringen?

Ich befürchte ja.

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