Samstag, April 15, 2017

Post51

Ich will nicht mehr morgens über Kaffeetrinken schreiben. Und versonnen aus dem Fenster gucken. Dabei Postrock hören oder Klassik. Und sich erhaben fühlen. Den Tag einsaugen. Versuchen nichts zu denken, außer sein Dasein. Atem fühlen. Eine Yogamatte angucken. Fotos von sich in selbst in schwarz-weiß wären jetzt gut. Oder Kuchen. Und Zeit. Ja, Kuchenzeit. Jemand fehlt, der einem Pfannkuchen und später Waffeln macht und dem man ein Steak brät. Den Tag in Ruhe planen, bevor der Tag selbst einen plant. 

Nein, ich will viel lieber die Kälte, wenn man die Bettdecke von sich entfernt, ein paar hemmungslose Aufgaben warten und man sich der Realität anpasst. Reinschlüpfen in den Irrsinn, der sich Leben nennt und dann ist man da drin und macht irgendwas. Stellt keine Fragen. Ist. Beim Vergleich mit seiner Vorstellung ist die Realität ganz anders. Kein Bild ist schwarz-weiß, alles hat Farbe und je länger man wach ist, desto mehr sieht man davon. Es ist kalt, das ist gut, denn ich spüre was. 


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