Dienstag, April 25, 2017

Ich61

5 Fragen, die ich mir zum Aufwachen gestellt habe, die aber alle unbeantwortet blieben:

1. Wie viel Elend braucht es, damit eines zu einer Waffe greift ein anderes abknallt und wie viele, die täglich Zeugen genau dieses Elends sind, werden dann kopfschüttelnd verdutzten Blickes auf die Unglücksstelle schauen und sagen, dass man von nichts gewusst hätte?

2. Wie groß ist der Abstand zwischen ihr und mir oder wird der Abstand zwischen zwei Menschen irgendwann irrelevant, wenn sie sich nichts mehr erzählen und würden Worte den Abstand verringern oder vergrößern?

3. Wie leid kann einem etwas tun und ab welcher Dosis "Es tut mir leid" ist ein Verzeihen angebracht und wie weh tut ein Verzeihen wirklich, wenn einem das Leid, dass man selbst erfährt, nicht wirklich verlassen kann, es aber durch Verzeihen egal zu finden hat?

4. Gibt es Leute, die sowas können, also ohne Gewalt verzeihen, dass der Konflikt, den sie erlebt haben, ganz aus ihnen raus gewaschen und somit egalisiert wird und nur eine kleine Narbe zurückbleibt, die man auch als Trophäe tragen kann?

5. Ist es wirklich so, dass man Schönes nur schön finden kann, weil Schönes nicht immer präsent ist und man sich so immer diesen Vergleichen stellen muss, ob etwas jetzt schön oder unschön ist und was ist dafür der Maßstab, außer die eigene Empfindlichkeit?

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